© hansgoertz 2011 Hans Görtz Diekholzen …im Mai 1947 gab es noch nicht viele Möglichkeiten, sich eine Sportausstattung zu kaufen. Sporthosen, Trikots, Stutzen und Stollenschuhe waren nicht zu bekommen. Aber wir hatten ja pfiffige Frauen und Mütter. Die Mannschaft hatte sich auf eine rote Sportbekleidung festgelegt. Diese Entscheidung kam nicht von ungefähr, sondern hatte einen ganz realen Hintergrund. Das „Tausendjährige Reich“ war ja zu Ende, und so waren die in jedem Haushalt vorhandenen Fahnen nicht mehr zu gebrauchen. Ja, diese Fahnen hatten nun einen roten Grundton, waren ausreichend vorhanden und als Spielkleidung zu gebrauchen. Unsere Frauen nähten die erste Ausstattung. Der Stoff kratzte zwar unangenehm auf der Haut, aber solch ein Reiz kann auch positiv gewirkt haben. Handball wurde damals noch auf dem Sportplatz, auf Rasen gespielt. Reine Handballschuhe gab es natürlich auch noch nicht. Um auf dem manchmal recht nassen Rasen überhaupt einen Stand zu haben, waren Stollen unter den Schuhen unbedingt erforderlich. In Heimarbeit wurden Lederstücke mit Nägeln unter den Sohlen befestigt. Alles sicher ein Notbehelf, aber was sollten wir denn machen? Wir wollten uns doch als Mannschaft gut verkaufen, so mussten wir uns eben etwas einfallen lassen.   Ermuntert durch gute Spielergebnisse nahmen wir 1948 den Punktspielbetrieb auf. Die „Roten Teufel“ oder wie wir bei der Presse bald hießen „Die Gärtner-Elf“, wurde zu einem Markenzeichen im Kreis und Bezirk. Neben der normalen Punktspielsaison waren wir Trainingspartner der polizeilichen Regierungs-Bezirks-Mannschaft Hannover.   Zu all diesen Freizeitinitiativen muss die richtige Einstellung stimmen. Ich bin nun einmal irgendwie verrückt in meiner Wertigkeit zu diesem sportlichen Tun. Ohne Spaß, ohne einen vernünftigen Ehrgeiz, lässt sich auf Dauer keine Zufriedenheit aufbauen. Wenn dann noch andere Freunde eine solche Einstellung mitbringen, dann fiebert man schon dem nächsten sportlichen Treffen entgegen. Ich habe das wunderbare Vergnügen, einer Gruppe von Senioren anzugehören, die meine Besessenheit teilen.”